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A. spricht dem Freud'schen Begriff des „Abreagierens” im grossen ganzen jede psychische Realität ab. Wenn er auch nur einen „isolierten psychischen Mechanismus” des Abreagierens leugnet und dasselbe einfach als „ein Überwinden-Wollen
oder Nicht-überwinden-wollen” verstanden haben möchte, geht er damit eben so weit über die Freud'sche Auffassung (Auflösung eines durch die Zensur eingeklemmten Affektes) hinaus, dass man es nur als eine Höflichkeitsformel ansehen kann, wenn er einleitend sagt, „dass dem Freud'schen Begriff des seelischen breagierens an sich ein tatsächlicher seelischer Vorgang entspricht.” Es gehe nicht an, die gehemmten Tendenzen für wichtiger zu halten als die hemmenden, was die Tiefenpsychologie prinzipiell betreffe. Wir fügen noch hinzu: den Erlebnissen der Hysterischen diesselbe Bedeutung beizulegen, wie es die Affektivität des Patienten zu fordern scheint, läset denselben Verfälschungsprozess mitmachen, den Adler als das typisch Pathogene hervorhebt. Dass der Kranke beim Auspacken seiner Erinnerungen ebensowenig seine aggressive Linie (vor allem gegen den Arzt) verlassen kann, als er sie beim einzelnen Erlebnis verlässt, ist der Grund, weshalb unmöglich in einem einfachen Reproduzieren von Erlebnissen eine therapeutische Wirkung liegen kann. (Es wäre gut, von diesem Standpunkt aus einmal die Krankengeschichte der berühmten Dora zu überprüfen, die Anlass zu so vielen Schlussfolgerungen gegeben hat. Wir halten vorläufig folgende zwei Punkte einander gegenüber: Patientin gab damals das Symptom der Lähmung, nachdem sie das entsprechende Erlebnis in der Hypnose reproduziert hatte, auf, — verlangte aber nachher den regelmässigen, pünktlichen Besuch des Arztes, weil sie sich sonst krank fühlte. Sollte nicht das Aufgeben des Symptoms gleichbedeutend gewesen sein mit einem Kunstgriff, der die Unterjochung des Arztes erleichterte? Nun begann, — nach dieser captatio benevolentiae, — der wirkliche Kampf auf einer breiteren Basis, und wie der ausgefallen se