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Diese Anregung ist an alle jene Psychanalytiker gerichtet, die die Psychanalyse ausserhalb ihrer ursprünglichen Domäne (Traum- und Neurosenpsychologie) anwenden, also etwa auf Gebieten wie Mythologie, Metaphysik, Ethik, Ästhetik etc. Verfasser bedauert es, dass die Vertreter der betreffenden Wissenschaften nicht selbst die Psychanalyse verwerten, und ermahnt die Psychanalytiker, die sich auf die verschiedenen Gebiete wagen, zu umso grösserer Gründlichkeit, um möglichst Unantastbares zu schaffen. Obgleich die Anregung ganz allgemein gelten will, weist der Verfasser doch auf drei Gegenstände im besonderen hin, weil sie ihm vor allen eine heikle Behandlung zu erfordern scheinen:
„Der eine Gegenstand ist die Deutung der Märchen und Mythen. Die richtige Abgrenzung der Rolle der Psychanalyse wäre hier besonders wünschenswert. Die Synthese der psychanalytischen Deutung mit den anderen Deutungen, wie der astralen, der historisch politischen, der ethisch-religiösen usw., harrt ihres Schöpfers. Dem Psychanalytiker kommt bei einer synthetischen Tätigkeit dieser Art das Prinzip der mehrfachen Determination zugute. Ich gebe aber gern zu, dass die Aufgabe eine fast übermenschliche Arbeit erfordert.
„Der zweite Gegenstand ist die Anwendung der Psychanalyse in ästhetischen Fragen. Hier muss so streng wie möglich der Schein vermieden werden, als sähe die Psychanalyse die Grundprobleme des künstlerischen Schaffens und des ästhetischen Wohlgefallens als gelöst, oder auch nur als durch die derzeitigen Mittel der Psychanalyse lösbar an.
„Der dritte Gegenstand ist die gefährliche Verlockung, Metaphysik durch eine Metapsychologie ersetzen zu wollen. Bestrebungen dieser Art haben zwar noch keine festen Formen angenommen; sie scheinen mir indes zu bestehen, und ich möchte deshalb davor warnen. Sie gehen von einem überaus geistvollen, in seinem Zusammenhang sehr treffenden Ausspruch Freud's aus. In der „Psychopathologie des Alltagslebens” heisst es nämlich: „… Ich glaube in der Tat, dass ein gr