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Diese Abhandlung ist eines der wichtigsten Glieder einer Serie von Arbeiten des Autors über die Symbolbildung auf den verschiedensten Gebieten menschlicher Phantasietätigkeit. Sie betrifft den Traum.
Zunächst ist des Verfassers Meinung über das Symbol als solches und sein Zustandekommen zu betrachten. Er fasst den Symbolbegriff sehr weit, ja theoretisch vielleicht weiter, als streng zulässig.
Jedes Symbol ist insofern Symbol, als es sich auf einen Gegenstand bezieht, den es vertritt. Ein Symbol entsteht, wenn ein positiver Faktor (Idee, Gedanke, Komplex) zum Bewusstsein emporsteigen will, dabei aber gehemmt wird durch einen negativen Faktor: die apperzeptive Insuffizienz. Diese Insuffizienz kann ihrerseits entweder intellektuell oder affektiv bedingt sein; d. h. sie kann erstens in der mangelhaften Entwicklung (das Kind, individuell und völkerpsychologisch), oder in einer vorübergehenden Schwächung (Schlaf usw.) der apperzeptiven Fähigkeit durch allgemeine Herabsetzung der Denkenergie verursacht werden, und sie kann zweitens durch ein Eingreifen von Affekten entstehen, welche entweder durch einen Lust- und Unlustmechanismus das Vordringen der Idee erschweren, oder aber die Aufmerksamkeitsfunktion eines Teiles ihrer Energie berauben, indem sie sie für die autonomen Komplexe in Anspruch nehmen.
Wenn affektive Elemente das Vordringen der Idee stören, leisten sie übrigens nicht nur negative, sondern auch zumeist positive Arbeit, indem sie, als Konkurrenz-Unternehmungen neben der Hauptidee, sich selbst ins Bewusstaein durchsetzen wollen, also gleichfalls als „positive Faktoren” auftreten und selber zu einer Symbolbildung drängen. Das Resultat dieses konkurrierenden Drängens mehrerer „positiver Faktoren” ist entweder ein Konglomerat von Symbolen, oder ein Symbol von gemischter Beschaffenheit, das die einzelnen Gegenstände, auf die es sich bezieht, in schiefer, entstellender Art vertritt.
Man kann so zwei Typen von Symbolen unterscheiden, je nach der Reinheit, mit der sie ihre