You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Einem Briefe des Professors W. Philippi entnehme ich folgende interessante Stelle:
„Der vor mehreren Jahren verstorbene ostfriesische Heimatsdichter Hermann Allmers, in Nordwestdeutschland und auch wohl anderswo unter dem Namen „Marschendichter” bekannt und beliebt, erzählte mehrfach, dass er in früheren Jahren die Gewohnheit gehabt hätte, auf seinen Nachttisch Bleistift und Papier zu legen, für den Fall, dass ihm Abends etwas einfallen sollte, dass er gern gleich zu Papier bringen möchte. Er wäre in einer Nacht aufgewacht und hätte zwei Verse im Kopfe gehabt, die er schnell aufgeschrieben hätte. Darauf wäre er wieder eingeschlafen. Am anderen Morgen hätte er, gespannt, was für ein Unsinn ihm nachts eingefallen wäre, gleich nach dem Papier gegriffen und zu seiner Überraschung dort zwei sehr stimmungsvolle Verse gefunden. Es ist eines seiner bekanntesten Gedichte geworden: „Ich ruhe still im hohen grünen Gras und sende lange meinen Blick nach oben, von Grillen rings umschwärmt ohn’ Unterlass … usw.” Später ist dies Gedicht von Brabms komponiert worden.”
Stekel.