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Freud beschäftigt sich schon lange mit dem Probleme der Neurosenwahl, Ein interessanter Fall brachte ihm die nahe Verwandtschaft zwischen Angsthysterie und Zwangsneurose vor das geistige Blickfeld. Eine Dame reagiert auf eine relative Impotenz ihres Mannes mit einer Phobie. Seit sie erfahren, dass ihr Mann sie nicht befruchten könne, ist sie neurotisch infolge der Versuchungen. Ihr Mann jedoch reagiert auf diese Neurose mit vollkommener Impotenz, versagt ganz und verreist. Nun bricht die Zwangsneurose mit einem peinlichen Wasch- und Reinlichkeitszwang aus.
Ich sehe in diesem Phänomen nichts Besonderes, da ich die Unterschiede zwischen Angsthysterie und Zwangsneurose nicht anerkenne. Die Zwangsneurose ist eine stärkere Betonung der Schutzmassregeln. Auf die ersten Versuchungen reagierte sie nur mit Angst. Als aber der Wunsch zur Sünde sich mit dem Hass gegen den Mann kombinierte, als offenbar auch Todeswünsche gegen den Mann auftraten, mussten die Sicherungen verstärkt werden, musste die selbst diktierte Strafe stienger werden.... Freud jedoch fasst diesen Vorgang nur als Reaktionsbildung auf analerotische und sadistische Regungen auf. Was hat diese Reaktion mit der Analerotik zu tun? Wozu den Sadismus heranziehen? Genügen nicht die psychischen