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Verf. erhielt von 1425 Knaben und 85 Mädchen (10 Schulen) Antworten auf folgende Fragen: Welchen Beruf möchten Sie am liebsten ergreifen; wenn dieser erste unmöglich wäre, welchen Beruf möchten Sie dann erwählen? Möchten Sie gern beim Militär dienen, bei welcher Waffe und wieviel Jahre lang. Bei jeder Antwort ist der Grund anzugeben. Die letzte Frage lautete: Welches ist der Beruf Ihres Vaters, (Ihrer Mutter)?
Das Resultat war in psychologischer Hinsicht gering; es trat hervor die Lust an der Ortsveränderung (Fahren, Fliegen etc.), ferner das Interesse an technischen Dingen, ferner Kampf- und Rauflust.
Um die Frage aufzuklären, müsste man erst die Frage nach dem Triebleben des Kindes klären.
Zum Schluss des kleinen Aufsatzes wird auf Stekel (Berufswahl und Kriminalität in dem Archiv für Kriminalanthropologie und Kriminalistik Band 40) verwiesen: Identifizierung mit dem Vater, Differenzierung mit dem Vater, Unterjochung kulturfeindlicher Triebe (Sadist — Chirurg), unbewusste Neigungen (Schuhfetischist — Schuhmacher), kriminelle Triebe — Richter etc.
Die Berufswahl vieler Menschen sind sicher auf solche unbewussten Triebe zurückzuführen, was freilich noch gründlich erforscht werden müsste.
Dr. Ernst Bloch.