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Die neue amerikanische psychoanalytische Revue liegt vor und überrascht einerseits durch die vornehme Ausstattung, andererseits durch den reichen Inhalt. Sie bringt neben bekannten Arbeiten wie „Die Theorie der Psychoanalyse” von Jung und „Wunscherfüllung und Symbolik im Märchen” von Riklin auch einige sehr bemerkenswerte Originalartikel. Als ersten die Arbeit von Emmerson über einen sehr interessanten Fall von Selbstverstümmelung. Die Kranke, ein Mädchen von 23 Jahren, zeigte mehrfache Narben an der linken Hand, eine an der Brust und am rechten Bein eine Narbe in der Form eines W. Sie kam mit einer frischen Wunde ins Spital. Sie hatte sich im ganzen ungefähr dreissigmal verstümmelt.
Die Analyse wird nur im Auszug gebracht und soll vollständig an anderer Stelle veröffentlicht werden. Aus der Anamnese sind einige sehr wichtige Traumen hervorzuheben. Mit acht Jahren zwang sie ein Onkel, sich von ihm masturbieren zu lassen, was ihr anfangs nur Schmerzen bereitete. Diese Masturbation wurde bis zum 14. Lebensjahre fortgesetzt und erst aufgegeben, als sie merkte, dass der Onkel auch ihre jüngere Schwester in der gleichen Art zu erregen versuchte. Obwohl sie bei der Masturbation vollkommen frigid gewesen, drohte sie sofort mit der Anzeige an ihren Vater... Hier entgeht dem Autor, dass die Eifersucht auf die Schwester offenbar eine grosse Rolle spielt, und wir die Angabe der Frigidität mit Vorsicht aufnehmen müssen. Dafür spricht auch der Umstand, dass der Onkel sie nach diesem Vorfalle noch zu einem Koitus bewegen konnte. Drei Jahre später musste sie mit einem Vetter ringen, der sie vergewaltigen wollte. Im Kampfe verletzte sie sich mit einem Messer. Nach einer Weile trat der Wunsch nach einem Kinde