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Dr. Hermann Swoboda hielt in der Abteilung für Anthropologie einen interessanten Vortrag über dieses Thema.
Dass die durch 7 teilbaren Lebensjahre des Menschen von besonderer Wichtigkeit sind, war schon den Pythagoräern bekannt. Man beobachtete, dass in ihnen die Entwicklung des Organismus ruckweise vor- oder zurückschreitet, und deshalb wurden sie in der älteren Medizin, welche an ihnen festhielt, Stufenjahre genannt. Diese Jahre haben nun aber eine weit grössere Bedeutung, als sich die kühnsten Zahlenspekulanten früherer Jahrhunderte träumen Hessen, so vor allem, wie sich bei meinen eingehenden Untersuchungen herausgestellt hat, für die Vererbung. Das Gesetz, auf welches ich gekommen bin, lautet in seiner allgemeinsten Formulierung: Jeder Mensch setzt die Ahnen fort, von denen er um ein Vielfaches von sieben Jahren im Alter absteht. Wie jedermann in seinem individuellen Dasein alle sieben Jahre eine Renaissance erlebt, so feiert er auch im selben Rhythmus eine Auferstehung in Nachkommen. Nach diesem Gesetze erklären sich vor allem die Ähnlichkeitsbeziehungen zwischen Kindern und Eltern. Ein Kind, das der ganze Vater ist, stammt mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dessen 28., 35., 42 usw. Lebensjahre, ein Kind, das die ganze Mutter ist, aus „Siebenjahren” der Mutter. Bestätigungen sind leicht zu erbringen. Auch historische Beispiele gibt es in Menge; so sind, um einige anzuführen, die Philosophen Fichte und Herbart Ebenbilder ihrer Mütter in jeder Beziehung, in deren 21. Jahre geboren; der Dichter Björnson, seinem Vater zum Verwechseln ähnlich, in dessen 35. Jahre geboren, Manzoni im 49. Jahre des Vaters, Siegfried Wagner im 56. Richards. Ein schönes Beispiel für Vererbung ist Bismarck. Nach der Meinung aller Biographen lassen sich in Bismarck zwei Elemente erkennen, die von verschiedener Seite herzuleiten sind. Von den Junkern Bismarck hatte er die gewaltige Körperkonstitution, durch seine Mutter, Wilhelmine Mencken, die Ausläuferin eines Juristen- und Gelehrtengesc