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Als Cellini sehr schwer krank war, träumte er, ein alter weisshaariger Mann komme, um ihn in einem Nachen abzuholen. Wie er die Augen öffnete, setzte sich der Traum als Halluzination fort. Er flehte seinen jungen Diener Felice an, ihn festzuhalten, da allein weiche der Alte... Seine Freunde meinten, er könne seinen Dante gut und verwiesen auf eine Stelle, in der der Tod als alter Fährmann dargestellt wird. Sich an die Jugend zu klammern, um nicht zu sterben, entspricht einem uralten Aberglauben, der noch heute im Volke lebt. Cellini liebte alle seine Diener und wählte sich nur bildhübsche Burschen aus. Doch scheint ihm damals diese homosexuelle Triebkraft nie bewusst gewesen zu sein. Denn er spricht an einer Stelle seiner Memoiren von der Homosexualität als einer verabscheuungswürdigen Ausschweifung. (Später wurde er wegen homosexueller Akte strenge bestraft.) Derartige Traumbilder, die den Tod symbolisieren, sind bei Künstlern und Menschen von reger Phantasietätigkeit sehr häufig. Ich habe einige dieser Halluzinationen in meinem Buche „Die Träume der Dichter” mitgeteilt. Die Gabe zu halluzinieren, macht überhaupt einen Teil der künstlerischen Kraft aus. So sehen Cellini und seine Begleiter bei einer Zauberei Millionen von Teufeln, die um sie