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Das erste Keimen des Mordkomplexes findet sich bei Macbeth schon, bevor er diese Mordgedanken durch eine Art psychischer Infektion auf seine Gattin durch den Brief überträgt, der ihren verräterischen ersten Monolog einleitet.
Nachdem König Duncan ihn mit dem Titel Than von Cawdor belehnt hat, bricht der Komplex zum ersten Mal durch.
„Glamis und Than von Cawdor!
Das grösste steht noch aus.” (I, 3.)
So haben die Worte der Hexen schon im Unbewussten zu arbeiten und reifen begonnen.
„Heil, Heil, Macbeth, der sein wird König einst.” (I, 3.) Weiter heisst es dann:
„Warum beschleicht mich die Versuchung,
Vor deren Graungestalt aufsträubt mein Haar
Und so das Herz mir an die Rippen pocht,
Fest von Natur sonst.” (I, 3.)