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3. Nr. 12. Dez. 1913.
Der Autor gibt zunächst einen gedrängten geschichtlichen Überblick der Entwicklung der „Neurologie”. Daran schliesst er eine Aufzählung der Aufgaben und Pflichten, deren Erfüllung man eigentlich schon heute vom Neurologen erwarten sollte: Er sei nicht nur ein Pathologe, er hätte auch Einfluss auf das normale Leben des Menschen zu nehmen, als ein Pädagoge im weitesten Sinne des Wortes, als ein Berater dort, wo es sich um Entscheidungen im individuellen Leben handelt (Eheschliessung, Berufswahl usw.). Wollen wir dem Autor so weit unseren Beifall nicht versagen, als wir vom Neurologen mehr verlangen können als eine Pathologie, sagen wir vielleicht, die Fähigkeit, das Individuum in seiner psychischen Eigenart zu verstehen, so erscheinen uns doch die Anforderungen, die Dana an den „Neurologen der Zukunft” stellt, als übertrieben. Zunächst fordert er eine Spezialisierung: Es sollte Forscher der „organischen Neurologie”, der „funktionellen Neurologie”, „Psycho-Therapeuten”, „Psycho-Analytiker”, „Elektrotherapeuten” usw. geben, der grosse Neurologe, der „Übermensch der Neurologie” werde derjenige sein, der dies alles in seiner Hand vereinigen werde, ein Arzt der Kultur, des Fortschrittes u.d.m. Wir wollen genügsamer sein und dafür etwas strenger.
M. Cresta.