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Folgender Traum wurde von einem Mädchen von 12 Jahren geträumt:
„Ich war in einem grossen Hause mit vielen Treppen und Zimmern. Als ich auf die Strasse kam, sah ich viele kleine Kinder spielen. Wir bekamen herrliche längliche Kuchen auf silbernen Schüsseln und tranken eine Tasse Tee. Diese wurden uns gebracht aus einem grossen Restaurant, der das Liebes-Restaurant hiess, deren Bewohner alles umsonst haben und sich noch reich dabei fühlten.”
Der Schluss des Traumes ist eine Reminiszenz aus dem Tagleben. Das Kind singt mit Vorliebe ein Lied, das übersetzt so lautet: „Selig, selig, selig — ist derjenige, der gibt, was er hat, und sich reich fühlt dabei.”
Das Unbewusste deutete die gut gemeinte moralische Leçon ins Erotische um. Der hohe Lustwert dieser Umdeutung offenbart sich in die fortwährende Wiederholung des „Gesanges”.
Eine erwachsene Frau (20 Jahre) erzählte mir als eine wunderliche Jugenderfahrung, (durch sie religiös gedeutet!), dass Sie einmal als Kind von 10–12 Jahren beim Spiel durch eine so grosse Seligkeit „übermannt” wurde, dass sie alles fortgeben wollte.
Vielleicht ist auch bei älteren Personen das Geben ein sexual-neurotisches Ritual?
A. J. Resink.