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In dem Rahmen dieses Problemes behandelt Willi Haas in der „Zeitschrift für Pathopsychologie” einige hochinteressante allgemeine Bestimmungen, die als philosophische Gesichtspunkte für die Psychoanalyse in Betracht kommen. Nicht Qualitäten, sondern allein die Struktur des Ich, meint der Autor, ist bestimmend für Echtheit und Unechtheit. Ist also das Ich einer gegebenen Zeit einheitlich, das heisst, folgt es nur der Grundrichtung, so resultiert die Echtheit des entsprechenden Gefühls. Dagegen ist, um ein Gefühl unecht sein zu lassen, notwendig, dass es Tendenzen repräsentiere, welche ausser der Grundrichtung vorhanden sind. Doch muss man bedenken, dass mit der formalen Einheitlichkeit der Grundrichtung sehr wohl eine Doppelheit von Gefühlen vereinbar ist. Das echte Gefühl ist das der tieferen Schichte im Gegensatz zu dem der oberflächlichen, und es ist ein Widerstand aus tieferer Schichte, der ein Gefühl zum unechten macht. Es gibt in der Tat ein Erlebnis, in welchem das Spezifische der Type absolut eindeutig zum Bewusstein kommt. Es ist in Sonderheit der Fall des aufsteigenden Gefühls: wie wenn etwa in einer Situation der Zorn oder die Trauer nicht plötzlich packt, sondern allmählich eindringt. Wir erleben da, wie das von den aufsteigenden Gefühlen noch gänzlich freie Ich in merkwürdiger Weise das Gefühl der Ruhe und Indifferenz seiner neuen Bestimmtheit opfern muss. Damit zugleich haben wir aber ein sicheres Gefühl, dass es unsere eigentliche Bestimmtheit ist, und wir fühlen uns in unserer Ruhe in eigentümlicher Weise bedroht und erschüttert. Sie erscheint als unecht. Das von dem herannahenden tieferen Gefühl noch freie Ich fühlt sich der neuen Bestimmung ausgeliefert. Selbst wenn nur ein Gefühl im Bewusstsein gegeben ist, wenn es also eo ipso echt ist, kann die Unwidersprochenheit noch ausdrücklich durch ein Gefühl von der Einstimmigkeit mit den inneren Tendenzen des Ich sich kundgeben in dem Erlebnis, das wir mit den Worten beschreiben: Ich bin wahrhaft glücklich