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Angeregt durch die Arbeiten von Riklin und Jones habe ich versucht, das Sagenmaterial eines bestimmten Landes in bezug auf das Vorkommen von Alpsagen zu untersuchen und deren Bedeutung mit Hilfe der Psychoanalyse zu erklären.
Für mich lag es naturgemäss nahe, den Sagenschatz des Königreichs Sachsen als Gegenstand meiner Untersuchungen hinzustellen, zumal über die sächsischen Sagen eine umfangreiche Sammlung in Meiche's Sagenbuch zu finden ist.
In den dort gesammelten 1268 Sagen kommt, für Sachsen bezeichnend, das Alpdrücken sehr wenig vor, wenngleich nicht geleugnet werden kann, dass in so manchen anderen Sagenberichten für den Psychoanalytiker sich Anklänge und Andeutungen in jener Richtung zeigen.
Von sämtlichen sächsischen Sagen habe ich als Unterlage für meine Ausführungen nur diejenigen gewählt, die das Alpdrücken augenfällig behandeln. Hierzu kommt eine Auslese von den Sagen über die Holzweibchen und -männchen, sowie die ebenfalls nicht zahlreich vertretenen Sagen über die Druckgeister und die Mittagsfrau. Alle tragen jedoch das Charakteristikum des Alpdrückens an sich.
Mein Alpsagenbestand beläuft sich sonach auf 20 Sagen mit 27 Erlebnissen, welche ich tabellarisch nach verschiedenen Merkmalen zerlegt habe, wobei ich zu folgenden Ergebnissen gekommen bin.
Raum: Der Alp erscheint in meinem Material öfters im Freien, als in bewohnten Räumen. Das ergibt sich aus dem schon angeführten