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Die amerikanischen Psychoanalytiker sind wacker an der Arbeit. Die neue Zeitschrift beweist schon durch ihren Untertitel: A Journal devoted to an unterstanding of human conduct (eine dem Verständnis des menschlichen Benehmens gewidmete Zeitschrift), wie das Verständnis der amerikanischen Schule ist. Der Originalartikel Dr. Burrows, der hauptsächlich die These aufstellt, dass der Mechanismus der Unterdrückung wesentlich eine soziale Reaktion sei und dass der neurotische Charakter ein organisch-moralischer Charakter sei, ist sehr interessant und beachtenswert.
Wenn wir die Empfindungen, die Interessen und die seelischen Eigenschaften, mit einem Worte die Persönlichkeit des Individuums betrachten, das sich in die Barrièren jenes Verteidigungssystems zurückgezogen hat, das wir als die Neurose bezeichnen, so finden wir gewisse charakterologische Tendenzen, die in interessantem Zusammenhang zu jenem zentralen Faktor stehen, welchen das Grundprinzip der Freud'schen Psychologie als Basis in der Erzeugung von neurotischen Störungen auffasst — nämlich den Faktor eines inherenten geistigen Konfliktes. Denn dieser Faktor einer anhaftenden inneren Unruhe, eines durch unversöhnliche Gegensätze hin- und hergetriebenen Geistes bleibe die Basis der Neurose. Alle Ausdrücke, wie Nervosität, nervöse Störungen usw. enthalten ja die Idee des Ungenügens, der schlechten Anpassung, der Rastlosigkeit, und sie alle lassen sich auf die Idee eines geistigen Konfliktes, einer inneren psychischen Disharmonie zurückführen. Die Psychoanalyse habe gezeigt, dass der Konflikt zwischen organischen Wünschen und kulturellem Streben gegeben sei. Der elementare biologische Impuls nach unmittelbarer erotischer Genugtuung werde zurückgestossen durch die unterdrückenden inhibitorischen Tendenzen des kollektiven sozialen Bewusstsein und wahrscheinlich sei der Hauptansporn zur Entwicklung des sozialen Bewusstseins aus diesem primären Konflikt entsprungen, aus diesem grundsätzlichen Interessengegensatz zwischen b