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Der Autor untersucht an Hand der Erfahrung und der Literatur die Zusammenhänge zwischen Gynäkologie und psychischen Erkrankungen. Er lehnt die übertriebenen Forderungen Bossi's entschieden ab. Ein gewisser Zusammenhang wird zugegeben. Er sagt: „Eins Anschauung, die von der Frauenklinik in Genua als „grosse Wahrheit verkündet” und „in etwas übertriebener Weise in den Worten ausgedrückt ist: propter solum uterum mulier id est quod est” und die sich in dem von Bossi als glücklich bezeichneten Ausspruche Peters widerspiegelt: „La femme est un utérus avec des organes tout antoor”, kann als alleiniger und massgebender Faktor in der Therapie der Psychosen nicht anerkannt werden, und Ansichten, wie die einer gynäkologisch behandelten Hysterika, durch die Operation sei die Verbindung zwischen Kopf uud Unterleib durchschnitten und dadurch Genesung von nervösen Leiden herbeigeführt worden, dürfen wir Ärzte nicht züchten. Es wäre sehr schön, wenn der meisten geisteskrankes Frauen „ewig Weh und Ach aus einem Punkte zu kurieren” wäre, aber so leicht ist der Geist der Psychiatrie doch nicht zu fassen. Gynäkologen und Psychiater müssen sich jetzt noch und voraussichtlich für unabsehbare Zeit ohne ein Allheilmittel gegen die Psychosen der Frau begnügen und deshalb ernstlich, vor allem aber auch kritisch weiterforschen.”
Stekel.