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das in mehr als einer Hinsicht dem Psychoanalytiker fruchtbare Anregungen bietet, finde ich in dem Aufsatz über Gérard de Nerval einige bemerkenswerte Stellen. Verf. weist auf die ständige Wiederkehr einer Person (Adrienne) im ganzon Lebenswerke Nervals hin, die später ganz zum Symbol wird. Die Bedeutung einer Schauspielerin (die auch in Nervals Gedanken- und Vorstellungskomplex eine bedeutende Rolle spielt) im Liebesleben des Neurotikers scheint mir bisher noch nicht genügend gewürdigt zu sein. Die sonderbare Transfiguration des menschlichen Wesens im Lichte der Rampe, in dem sich Wirklichkeit und Eingebildetes mit so phantastischer Regelmässigkeit verbinden, hat und wird noch manchen imaginativen Geist aus der Realität auf den schwanken Boden des Autismus ziehen. Die Bedingungen für eine Katastrophe in menschlicher oder künstlerischer Hinsicht sind damit bereits gegeben. — Die Stelle aus dem Roman „Sylvie”, die mir leider nicht im Original zugängig war (die Übersetzung ins Deutsche ist aus dem Englischen), lautet: „Diese unbestimmte und hoffnungslose Liebe zu einer Schauspielerin, welche mich Nacht für Nacht zur Zeit der Auffübrung ergriff, und die mich nur verliess, wenn der Schlaf sein Recht forderte, hatte ihren Ursprung in der Erinnerung an Adrienne, die Blume der Finsternis, die sich unter den bleichen Strahlen des Mondes entfaltete, an das blonde und rosige Phantom, das nachts über das grüne Gras schwebte, umflossen von weissem Nebel… Eine Nonne unter der Form einer Schauspielerin zu lieben! und wenn es dieselbe wäre. Das genügt, um einen wahnsinnig zu machen!”
Dann noch eine andere Stelle aus demselben Roman, die geeignet ist, auf die Symbolbildung ein Licht zu werfen; sie steht aber auch mit obiger Stelle in engem Zusammenhang:
Während ich schlief hatte ich einen wunderbaren Traum Es war mir, als ob die Gottheit vor mir erschien und sprach: „Ich bin dieselbe wie Mary, dieselbe wie deine Mutter, und auch dieselbe, welche du, unter allen Formen, immer geliebt