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Das liebe Ich steht im Mittelpunkt all unseres Fühlens, Denkens und Wollens. St. führt diesen Beweis, der von den meisten ja als sicher geahnt und empfunden wird, in äusserst geistreicher Weise durch. Es bringt interessante Ausführungen über das Kind — Enttäuschung-Heranwachsen-Kinderselbstmorde—, die Liebe, die bis zum Hass gehenden Entfremdung ganzer Völker gegen einander, über alle der Verdrängung
verfallenden Komponentm unseres Ich. In der Liebe und Ehe, dem Kampf der Geschlechter, in den Lebenszielen, in den grossen Zielen der Kinder, die später so oft zur Unzufriedenheit mit dem Berufe führt und später unweigerlich zur Neurose, in allem steckt das liebe Ich. Dann plaudert er weiter über das quälende Schuldbewusstsein des Neurotikers; er gibt den Erziehern der Jugend den wohl zu beherzigenden Rat: Der Jugend das Verzichten zu lehren. Das Nachäffen der Reicheren durch die Ärmeren in der Mode, Kunst usw. wird an mehreren Beispielen höchst sinnvoll erläutert. Er spricht dann über Angst und Zweifel, die das Charakteristikum jedes Neurotikers sind: Ein Mensch, der an sich glaubt, wird niemals dem Zweifel verfallen; er erörtert die tiefe Gläubigkeit des Neurotikers: Die Wurzeln aller dieser Dinge reichen bis weit in die Kindheit zurück.
Tagträumer gibt es nach Stekel zwei Arten: Solche, die wissen, dass sie Luftschlösser bauen, die sind in der Minderzahl, und solche, die Mehrzahl, welche keine Ahnung von ihren Träumen haben, die Trödler. Es sind Leute, welche immer Zeit haben, zerstreut sind, immer zu spät kommen.
Gewisse nervöse Symptome werden überhaupt erst verständlich, wenn sie unter dem Gesichtswinkel der Wiedervergeltung betrachtet werden: Die hysterische Handlämung, die nervöse Dame, die immer fastet und nur Suppe geniesst etc., all das repräsentiert das böse Gewissen des Patienten.
In der Angst vor der Freude, im Umgehen mit Geld kommt das liebe, das nackte Ich zum Vorschein. Sehr richtig ist die Bemerkung, die St. über das Verhalten des Arztes dem Gelde gege