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Berlin, den 4. April 1796.
„Wenn alle Träume so süss als mein gestriger wären, so möchte ich mein ganzes Leben in einen Traum umschaffen. Noch nie ketteten sich meine Ideen auf eine so wahre und doch sonderbare, auf eine so sonderbare und doch so angenehme, auf eine so angenehme und doch so lehrreiche Art aneinander; noch nie. Doch wozu diese Einleitung. Wer wird jetzt wohl noch ein Buch mit einer Vorrede schreiben oder wenn der Verfasser unmodisch genug ist, es zu tun, wer wird beim Lesen die Vorrede nicht überschlagen? Hören Sie gleich den Traum und urteilen Sie selbst meine Freundin.
Dass unsere Träume sich nach den, leider! noch so wenig entdeckten Regel unserer Ideenassoziation richten, darüber sind wir einig. Ich erzähle Ihnen daher was meinem Traume vorherging. Ich las in einem alten griechischen Weltweiser — erschrecken Sie nicht über meine Gelehrsamkeit, es war diesmal eine französische Übersetzung — ich las also die Worte des Alcibiades: „Verstand und Tugend sind in einem Manne verehrungs-, in einem Weibe anbetungswürdig”. Ich machte mein Buch zu, dachte, so gut ich konnte, darüber nach — und meine äusseren Sinne fingen