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Ein grosser Teil der von Vaihinger beschriebenen „Fiktionen” dient dazu, Herrschaften aufzurichten und zu erhalten. Am deutlichsten ist dies wohl beim Rechte der Fall. In der Diskussion des Vereins für Individualpsychologie am 5. Juni 1913 (Österr. Ärzteztg., Jg. 10, H. 15, S. 268) wies Alfred Adler auf eine Art Fiktion hin, die im Weissagen, im Aberglauben und in der Zwangsneurose vorkommt und demselben Zwecke dient: „Durch die Aufstellung eines Junktims nach dem Schema: Wenn das und das geschieht, so wird ein Unglück — ein Glück —eintreten, werde aus einem Nichts etwas Grosses gemacht, um daraus eine Herrschaft abzuleiten.” Denselben Gedanken finde ich in Emerich v. Madách's „Tragödie des Menschen” (Reclams Universalbibl. Nr. 2389–90, S. 123) ausgesprochen, wo er sich wohl hauptsächlich auf Theologie und Ethik bezieht:
„Die Philosophie
Ist nur all’ dessen Poesie, wovon
Wir keinen richtigen Begriff noch haben.
Und unter andern hohen Wissenschaften
Ist diese wohl die unschuldigste noch,
Weil sie in ihrer Welt voll Hirngespinsten
Ganz still sich mit sich selber unterhält.
Nun hat sie aber andere Geschwister,
Die in den Sand mit wicht'ger Miene schreiben,