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Die vorliegende Zeitschrift will, wie das ihr Titel sagt, der Pädagogik dienen, der theoretischen wie der praktischen, und zwar soweit, als die Psychoanalyse dies vermag. Der nachfolgende Artikel: „Der Geltungsbereich der Psychoanalyse für die Pädagogik”, möchte das Arbeitsgebiet nur vorläufig abgrenzen, denn die Entwicklung der Psychoanalyse ist noch nicht abgeschlossen.
Die Zeitschrift wird in erster Linie Arbeiten bringen, die aus der Praxis hervorgegangen, d. h. an Erfahrung und Beobachtung orientiert sind. Dabei denken wir zuerst an Ergebnisse der Anwendung des psychoanalytischen Verfahrens an Kindern und Jugendlichen oder an Erwachsenen, deren Kindheit zum Gegenstand analytischer Erforschung gemacht wurde. Dann kommt jene Erfahrung in Frage, die dem psychoanalytisch eingestellten Erzieher bei seinen verschiedenen Erziehungsleistungen in Schule und Haus, in der Anstalts-, Heil- und Fürsorgeerziehung, in der Lehrerbildung, in der Erziehungs- und Berufsberatung, bei charakterologischen Untersuchungen (Psychodiagnostik) usw. erblüht. Im weiteren wenden wir unsere Aufmerksamkeit der Förderung jener Gebiete zu, die für den Erzieher bedeutsam sind, wie Kinderpsychologie, Charakterologie (Individualpsychologie von Erzieher und Zögling), Pathopsychologie, Methodik der Erziehung, Gruppen- und Massenpsychologie. Sorgfältige Literaturberichte sollen den Leser darüber orientieren, was auf den angeführten Gebieten bis jetzt schon geleistet worden ist und was weiterhin geleistet wird, ferner über die allgemeinen Fortschritte der Psychoanalyse überhaupt.
Die Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik will positiv arbeiten und jegliche Polemik tunlichst vermeiden. Sie überläßt es der Zukunft, zu entscheiden, wer richtig gesehen hat, die Vertreter der Psychoanalyse oder ihre Gegner. In dem Bestreben, Beobachtungen, Erfahrungen und Erklärungsversuche in einen größeren Erkenntniszusammenhang einzuordnen, werden sich dabei immer die Weltanschauung, die allgemeine psychologische Ein