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Der Jugenderzieher soll an dem Titel „Volksbuch” dieses neuen Werkes keinen Anstoß nehmen, da es nur in dem Sinne „Volksbuch” ist, daß die bearbeiteten Fragen das ganze Volk betreffen, wie ja überhaupt jedes grundlegende, pädagogische Buch in vieler Hinsicht ein Volksbuch ist, und das Erfreuliche an dem Werke ist, daß es wirklich grundlegend ist, sowohl im Sinne des Psychologen wie im Sinne des Pädagogen, des Lehrers, denn kein Lehrer kannheute an der Psychoanalyse, die heute die bestfundierte, ausgebauteste Richtung der Psychologie ist, achtlos vorübergehen, ohne sich selbst zu schaden.
Die Aufgabe des Lehrers ist in der Nachkriegszeit schwieriger geworden als vorher. Einem Drange nach Unabhängigkeit, Abkürzung der Kindheit und Jugendzeit, früher Reife steht die unserer heutigen Jugend eigene Verspieltheit gegenüber, die hemmend auf alle innere Sammlung, die Voraussetzung alles Strebens und Lernens, wirkt.
Diese Hauptschwierigkeit, die der Lehrer täglich empfindet, fand in einer Frage eines der Herausgeber ihren Niederschlag: „Ist vom Kinde aus gesehen die neue Schule, in die doch jedes Kind jubelnd gehen sollte, am Ende eine nicht kindgemäße, wenigstens nicht eine dem modernen Kinde gemäße Einrichtung?”
Zur Lösung dieser Frage bietet das „Psychoanalytische Volksbuch” in seinen außerordentlich vielseitigen Essays ein erstaunlich reiches Material, das zum Teil für uns sonst kaum erreichbar ist, da das stets eigene Wege gehende Buch sich nicht bloß mit der Erziehung des Kindes, sondern auch mit der des Erwachsenen beschäftigt und so Rückschlüsse auf das in der Jugend Verfehlte oder Versäumte gestattet.
Von den vielen Kapiteln seien hier einige genannt:
„Die psychoanalytische Heilmethode” von Federn; „Fehlleistungen im täglichen Leben” von Jekels; „Zwang und Freiheit in der Schulerziehung” von Meng; „Kinderfehler, Entstehung und Behandlung” von Schneider; „Psychoanalyse und Sittlichkeit” von Pfister; „Psychoanalyse und Strafrecht” von Staub.
Diese Aufsätze allein sind die A