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Als ich mich vorigen Sommer in einem der abgelegensten Alpentäler aufhielt, verfolgte ich eines Tages die Spiele der Kinder auf dem Platze vor dem Hotel. Eine kleine Engländerin, eine Französin und ein Schweizermädchen spielten stundenlang mit einer Unermüdlichkeit, wie dies bei gewissen Spielen eigentümlich ist. Die Kinder hatten auf dem Platze ein System von Feldern angelegt, das nach den Wochentagen benannt war. Auch gab es einen Himmel und eine Hölle. In eines der Felder wurde ein Stein geworfen. Er mußte durch Hüpfen unter Beobachtung bestimmter Regeln herausgeholt werden. Gelang es, so durfte der Stein ins folgende Feld geworfen werden usw. Es war nicht das erstemal, daß mir diese Internationalität von Spielen auffiel. Da die Insassen des Hotels aus verschiedenen Gegenden Europas stammten, erkundigte ich mich weiter nach diesem Spiel und vernahm, daß es überall bekannt sei. Ich versuchte nun, seinen Sinn zu ergründen. Als Material dienten mir die Erläuterungen der Kinder und einige von den Erwachsenen mitgeteilte Varianten. Ich glaube, eine Lösung gefunden zu haben, möchte Sie aber vorerst noch an einem weiteren Materiale nachprüfen. Hiezu erlaube ich mir, die verehrten Leser um Mithilfe anzugehen. Ich wäre sehr dankbar um Mitteilungen von Erinnerungen und Beobachtungen zu dem angeführten Spiel, von Spielregeln und Zeichnungen des Feldersystems, von Varianten. In welcher Jahreszeit wird das Spiel vorzugsweise betrieben? Von Knaben und Mädchen? Welche Altersstufe: Einige Leser sind vielleicht in der Lage, in einer Schulklasse als Aufsatz einen Bericht über das Spiel zu verlangen. Besonders wird gewünscht eine Zeichnung und eine Darlegung der Spielregeln. Dem volkskundlichen Leser sind vielleicht Gebräuche der Erwachsenen in Gegenwart und Vergangenheit oder bei primitiven Völkern aufgefallen, die eine Ähnlichkeit mit dem Kinderspiele haben. Um freundliche Mitteilungen wäre ich sehr dankbar.
Schneider, Riga.