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Von B. B. Aus meinen Aufzeichnungen 1918. — An einem sonnigen Wintertag überredet mich der vierjährige Heinz, mit ihm auf den zugefrorenen See hinauszuwandern, um zu sehen, wie das Eis gesägt wird. Er führt mich sorgsam an der Hand und sagt: „Als ich klein war, führtest du mich, und nun führe ich dich, wo du alt und schwach bist.” Ich: „So ganz alt und schwach bin ich noch nicht, aber wenn ich falle, könnte das Brüderchen oder Schwesterchen, das wir im Sommer erwarten, auch zu Schaden kommen.” Heinz: „Ich will ja auch viele Kinder haben, so vier bis fünf.” Ich: „Das ist gut, es müssen doch viele Menschen geboren werden, wenn so viele im Krieg umgekommen sind.” Heinz: „Aber wenn mein Kaiser ruft, so muß ich doch auch in den Krieg ziehen.” Darauf rutscht er aus und fällt. „Eigentlich darf ich ja auch nicht fallen — aber aus mir kommen wohl die Kinder nicht. Ich werde aber eine Frau nehmen, und die muß die Kinder haben.” Das wäre der rechte Augenblick gewesen, um mit ihm über den Anteil des Vaters bei der Entstehung des Kindes zu sprechen. Ich hielt damals aber diese Erklärung für verfrüht. Seit ich mit der Psychoanalyse bekannt wurde, sehe ich, wie anders ich auf viele direkte und indirekte Fragen der Kinder hätte antworten sollen.
Die siebenjährige Ilse fragt mich: „Wie macht man Menschen?” Ich versuche, meine ehrliche Antwort ihrem Verständnis anzupassen. Es muß wohl nicht ganz gelungen sein, denn sie geht zum Vater: „Wie macht man Menschen?” Der Vatermeint, es handle sich um Papierpuppen, und sagt: „Man nimmt eine Schere und schneidet sie aus”. Ilse voll Entsetzen: „Die Menschen?!” Ich höre es und stelle den Irrtum zurecht. Die Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein und vom Rotkäppchen stoßen in dieser Zeit auf ein besonderes Interesse. „Waren Rotkäppchen und die Großmutter schmutzig, als sie aus dem Bauch herauskamen?” Obgleich ich — etwa beim Ausbrüten der Küchlein oder der Geburt von Kätzchen usw. öfter auf das Thema der Menschwerdung zurückkam, hatte Ilse von