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Die Traumforschung ist nicht nur durch die Seelenaufschließung ins Leben gerufen worden, sondern sie gehört zum wichtigsten Rüstzeug dieses seelenkundigen Kunsthandwerks; werden doch ganze Heilbehandlungen nur an der Hand des Traumforschens und Traumdeutens durchgeführt. Wir fanden, daß der Traum das im Schlaf auf Tageserlebnisse antwortende Seelenleben darstellt, daß manche Träume, besonders im kindlichen Alter, unmittelbare, unverhüllte Wunscherfüllung bringen. Die Traumentstellung gehört demnach nicht zum Wesen des Traumes. Die Traumhandlung hat als Antwort auf einen körperlichen oder seelischen Reiz den Wert einer Erledigung des Reizes. Der Traum kann also nicht der Schlafstörer sein, sondern ist der Schlafhüter, der die Schlafstörungen beseitigt.
Das Traumentstellende ist das in uns wirkende Sittliche, das durch Auslassen, Abschwächen, Anspiegeln, Umgruppieren des Stoffes und Verschieben der Betonung den verborgenen Traumgedanken in den geoffenbarten Traum umwandelt. Das Streben, das das Sittliche ausübt, ist das, was vom wachen Urteil des Träumers