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Das Kind ist ein Teil des Elternleibes, verläßt ihn und wächst allmählich zu einem selbständigen Wesen heran. Nach Ewald Hering fallen Gedächtnis und Vererbung in einen Begriff zusammen, so daß Kinder Eigenschaften ihrer Vorfahren durch das „Gedächtnis der Materie” übernehmen. Ernst Mach schließt daraus, daß wir durch dieses Wissen verstehen, weshalb z. B. die Amerikaner der Union die englische Sprache beibehielten und auch sonst manche Einrichtung, die typisch englisch ist. Wessely beobachtete, daß die Pflanzen der südlichen Hemisphäre bei uns dann blühen, wenn in ihrer Heimat Frühling ist, daß sie also eine Art „Gedächtnis” haben müssen. Wir nehmen auch vom Menschenkinde an, daß es ein Wissen mit auf die Welt bringt vom Zeugen, Befruchtetwerden, Gebären und Geborenwerden.1 Biologisch zweckmäßig wird eine solche „Aufklärung” sein, bei der eine Klärung erfolgt in den im Kinde dumpf aufsteigenden Vorstellungen, Gedanken und Gefühlen und bei der die Trieberziehung nach vernünftigen Gesichtspunkten die Triebbeherrschung bahnt.
Der Mensch hat schon sehr früh die Fähigkeit, den Gesichtsausdruck anderer Wesen zu „verstehen”; das kleine Kind deutet aus dem Benehmen und dem Ausdruck seiner Mitmenschen deren Gefühle. Ferner ahmt es sehr früh — schon in den ersten Lebensmonaten — das, was es sieht, nach.