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Daß das Urinteresse am Werden und Vergehen beim Kinde die Seele und das Denken noch uneingeschränkter als beim Erwachsenen erfüllt, das erkennen wir (und wir haben es in der psychoanalytischen Literatur oft — vielleicht noch nicht zur Genüge — dargestellt) an der ständig hierauf gerichteten Aufmerksamkeit, den unaufhörlichen Fragen, hinter denen sich die Urfrage nach Geburt und Tod verbirgt, vor allem aber auch daran, daß wir in der Kinderanalyse meist sehr schnell auf jene Fragen treffen. Wir staunen dabei immer erneut über die Fülle dieses von außen überkommenen oder intuitiv erfaßten Wissens in Bezug auf diese Phänomene, über welches das Kind verfügt, und wir sind gleicherzeit erstaunt über die mächtige Gewalt der vollzogenen Verdrängung beim Erwachsenen, der uns gelegentlich unglaubliche Rätsel seiner Unkenntnis aufgibt.
Eine Frau, Mutter dreier Kinder, die in einer Großstadt bei Mittelschulbildung aufwuchs, berichtet mir verschämt, sie sei bereits verheiratet