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Es wird hier die skizzenhafte Wiedergabe einer Reihe von Gesprächen versucht, in deren Verlauf ein kleiner Junge sein Interesse für Sexuelles ebenso wie für alles andere seit den ersten Lebensjahren kundgeben konnte und von der Mutter aufrichtige, den jeweilig erfaßten Bedürfnissen des Kindes möglichst angepaßte Aufklärungen erhielt. Interessanteres wurde meist noch am selben Tage schriftlich festgehalten. In dieser fortlaufenden Entwicklung ergaben sich naturgemäß zwei hervorragende Momente, derjenige, in welchem dem Kinde klargemacht wurde, woher die Kinder kommen, und der andere, wo er die ergänzende Aufklärung erhielt, wie sie dort hineingelangen. Die Mutter hat tunlichst von Anfang an die sogenannte „sokratische” Methode befolgt, indem sie ganz auf den Gedankengang des Kindes einging, um aus ihm selbst herauszuholen, was er eben brauchte. Sie tat dies lediglich intuitiv, bis sie — im siebenten Lebensjahr des Kindes und mehr als ein Jahr nach den ersten großen Mitteilungen über Geburt und Schwangerschaft — selbst analysiert wurde und nun auf Grund psychoanalytischer Erkenntnisse in gesteigertem Maße bestrebt war, nicht nur dem Wissensdrang, sondern auch den unbewußten triebhaften Erregungen des Kindes Rechnung zu tragen. Sie machte ihm Mut, seine triebhaften Ahnungen zu äußern, bestätigte dieselben und kam ihm, wo ihn die Unkenntnis der Tatsachen verwirrte, mit den nötigen Aufklärungen zu Hilfe. Dies ist schwieriger, als einem Kinde theoretische Mitteilungen über Pflanzen und Tiere zu machen, hat aber einen großen Vorteil; es ermöglicht nämlich, daß sexuelles Wissen und Erotik sich in natürlichem Zusammenhange in die seelische Entwicklung einfügen. Somit wird der Durchbruch von hier verdrängten dunklen Sensationen an einer unrechten Stelle, die Entzweiung der intellektuellen und der affektiven Einstellung zur Sexualität vermieden, welche — der Entzweiung von zärtlichen und erotischen Liebesstrebungen analog — Konflikte unterhält und das künftige Liebesleben stör