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Das Problem des Buches, für das S. ein glänzendes Schlagwort gefunden hat, begegnet uns außerordentlich häufig als Widerstandserscheinung im Laufe der Analysen, namentlich am Anfang von Analysen von Zwangsneurotikern und im speziellen Zwangsgrüblern: Was wird sein, wenn ich gesund bin? Werde ich dann jegliche Handlung und vor allem jegliche Regung bewußt besitzen? Das Leben erscheint diesen Leuten, deren Wortführer S. hier ist und deren Sache er glänzend führt, dann nicht mehr lebenswert, tot. Und mit Recht. Denn ein Leben unter dem Druck des Zwangsdenkens und Zwangsgrübelns ist kein gesundes Leben. S. erfaßt nicht den Unterschied zwischen bewußtseinsfähig und bewußt. Nur der geringste Teil unserer Handlungen wird vorher, das heißt vor ihrer Ausführung, durch Überlegung vorweggenommen, schon einmal in Wortbildern vorgelebt. Der Gesunde laßt sich treiben, fühlt nur weitgehend Gefahren voraus, die ihn in Widerstreit mit der Außenwelt und seiner Vertretung in ihm selbst, dem Ich und Über-Ich, bringen werden, und weicht ihnen, indem er diese Gefahren gedanklich vorwegnimmt, unter Übernahme von geringerer Unlust aus. Wenn aber ein Patient auch nur ein einziges Mal das tiefe Erlebnis in der Analyse hatte, nicht nur mit Wortvorstellungen, intellektuell, Zusammenhänge zu erfassen, wenn er als Ganzer von einer Deutung ergriffen wurde, so wird er über seine frühere Einstellung lächeln, da er glaubte, er kenne sein Unbewußtes, habe es bewußt gemacht, während er in der Tat nur ein intellektualistisches Verzeichnis von Dingen besaß, die in seinem Unbewußten auch repräsentiert sind und weiter daraus wirken. S. hat nie dieses Erlebnis gehabt. Er war ein Zwangsgrübler. Hätte P. das ganze Material veröffentlicht, all die tausend Anläufe, Versuche von Formulierungen usw., es wäre eine wunderbare Krankengeschichte dieser interessanten Erscheinung geworden. Vor allem hätte man gesehen, daß S. an der Hauptfrage vorbeigegangen ist, wie er ja überhaupt trotz fabelhaft scharfem Denken nich