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Die psychoanalytische Methode ist allen speziellen Stotternbehandlungen weit überlegen und die einzige kausale Therapie dieser durchaus nicht leichten Neurose, deren seelische Verursachung leider noch zu wenig bekannt ist, sonst würde nicht so viel Zeit und Kraft auf Übungen verwendet werden, deren Dauererfolge ganz minimal sind.
Der Mutter sei die gemeinverständlich geschriebene vorzügliche Schrift von Prof. Ernst Schneider: „Über das Stottern (Entstehung, Verlauf und Heilung)”, 1922, Verlag Francke, Bern, empfohlen und den Lesern dieser Zeitschrift im folgenden ein Literaturverzeichnis einiger psychoanalytischer Aufsätze über Stottern gegeben, wobei — als Ergänzung — noch auf die nach meiner Erfahrung wichtige unbewußte exhibitionistische Komponente des Stotterns hingewiesen sei, die (bezw. deren Abwehr) auch die bekannte Tatsache erklärt, daß in der Einsamkeit, überhaupt, wenn sich der Stotterer ganz unbeobachtet glaubt, das Stottern sofort verschwindet.
Literatur: 1) Eine psychoanalytische Studie an einem Stotterer. Zentralblatt f. Psychoanalyse (1912). — 2) : Selbstbeobachtungen eines Stotterers. Zentralblatt f. Psychoanalyse (1914). — 3) : Das Stottern eine Psychoneurose und seine Behandlung durch die Psychoanalyse. Internat. Ztschr. f. ärztl. PsA. (1913). — 4) In Graber, Die Ambivalenz des Kindes. Int. PsA. Verlag, ist über die Analyse eines Stotterers berichtet. Dr. Walter Cohn (Berlin)
Der Verfasser der Arbeit „Unartige Kinder”, die in einem der nächsten Hefte erscheinen wird, wird ersucht, seine genaue Adresse der Schriftleitung bekanntzugeben.