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Mit großer Freude begrüßen wir dieses eben erschienene Werk, ist es doch das erste seelenkundliche Lehrbuch, das mit den Errungenschaften der Psychoanalyse ganz ernst macht. Der norwegischen Sprache unkundig, ließ ich mir durch einen norwegischen Gelehrten eine Anzahl von Abschnitten der 375 Seiten zählenden Darstellung übersetzen. Was der junge Ordinarius der Philosophie und Psychologie in Oslo uns in seiner knapp gefaßten, aber wundervoll klar und gründlich vorrückenden Psychologie mitteilt, ragt über die landesüblichen Werke dieses Gebietes turmhoch empor. Hier hören wir Erzieher endlich einmal etwas von denjenigen seelenkundlichen Einsichten, die für unsere Berufsarbeit von der größten Wichtigkeit sind. Die Ergebnisse der alten Psychologie werden gebührend gewürdigt. Der erste Abschnitt redet von der ursprünglichen Ausrüstung (Sinne, Beziehungsauffassungen als ursprüngliche Grundlagen des Denkens, Instinkte, ursprüngliche Grundlagen des Charakters und der Intelligenz, allgemeine Prinzipien der Auffassung und des Lernens). Der zweite Teil befaßt sich mit den mnemischen Wirksamkeiten (den mnemischen Erlebnissen und ihren Verbindungen, Vorstellungen und Vorstellungsverbindungen, mnemischen Faktoren in der Auffassung der sogenannten Außenwelt, dem Denken, den Intelligenzprüfungen, der Erinnerung und dem Wiedererkennen, der Phantasie, der Bedeutung mnemischer Faktoren für das Gefühlsleben, der Handlungskontrolle). Für die Leser unserer Zeitschrift sind von der größten Wichtigkeit die beiden letzten Abschnitte, die nun ganz und gar auf dem Boden der Psychoanalyse stehen. Der dritte Abschnitt, überschrieben „Die Persönlichkeit und ihre Konflikte”, zerfällt in die Punkte: A) Ich und Ich-Ideal (das Ich und die Umwelt; die Selbstgefühle und die Entwicklung des Ich-Ideals; Konflikt, Wahlentscheidung, Verdrängung); B) das Unfertige und seine Wirkungen (Maskierungsmechanismen, und zwar Auslassungen und Verschiebungen, Symbole und Verdichtungen, Rationalisierungen; sodann die