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In dieser Zeitschrift ist mehrmals davon die Rede gewesen, daß unbewußte Motive die Möglichkeit und den Verlauf einer Leistung stören können. Diese Tatsache, welche uns die psychoanalytische Forschung gezeigt hat, ist sicherlich von allergrößter Bedeutung. Ich selbst habe in langjähriger Arbeit mit Kindern, welche im Schulunterricht zurückgeblieben sind, sehr viele gefunden, die Schwierigkeiten beim Erlernen von Schreiben und Lesen hatten, obgleich die Intelligenzprüfung und auch ihr ganzes Verhalten darauf hinwies, daß ihre Begabung im großen und ganzen gut war. Bei genauer Untersuchung der betreffenden Kinder zeigte es sich, daß ihre Störungen gewissen erworbenen Lese- und Schreibstörungen bei Erwachsenen, den sogenannten Alexien, welche nach Schlaganfällen usw. auftreten, glichen. Wie bei diesen, konnte man zwischen visuellen Störungen, d. h. Wortblindheit und Störungen, die eher auf schlechtem Gedächtnis für Klangbilder usw. beruhten, unterscheiden. Sowohl aus diesem Grunde als wegen Auftreten ähnlicher Störungen bei mehreren Mitgliedern ein und derselben Familie und manchmal sogar in zwei bis drei Generationen lag es nahe, anzunehmen, daß die Sache als organisch bedingt aufzufassen wäre. Und in der Tat haben längst Pringle Morgan, Hinshelwood und andere Verfasser, welche Kinder mit angeborener Wortblindheit beschrieben haben, eine Entwicklungshemmung der Angularwindung angenommen. Es scheint mir, daß man ihnen in vielen Fällen recht geben muß, besonders wenn es sich um Fälle handelt, die der Imbezillität nahe stehen. Dafür spricht auch, daß in ein und derselben Familie ein Kind nur wortblind, ein anderes wortblind und geistesschwach sein kann. Davon, daß auch seelische Einflüsse bei diesen zum Teil organisch bedingten Fällen mitwirken, haben mich indessen meine Beobachtungen mehr und mehr überzeugt. Und es ist nicht ausgeschlossen, daß in vielen Fällen psychische Einflüsse allein die in Frage stehenden Störungen hervorrufen können. Ehe ich darauf eingehe, will