You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Es befand sich unter den neu ins 7. Schuljahr eingetretenen Knaben einer mit Namen August, der alsbald durch seine Prahlereien auffiel. Diese standen im umgekehrten Verhältnis zu seinen Leistungen. Im Unterrichte zeigte er nur im Geographiefache eine ungefähr normale Begabung, und er war schon um ein Schuljahr sitzen geblieben. Die Prahlereien äußerten sich ganz besonders in den Zeiten, da die Schüler frei miteinander verkehren durften, also in gewissen Unterrichtsdisziplinen, beim Spielen im Freien, bei Ausflügen und bei „freien” Aufsätzen.
In den Pausen versammelte August immer eine Schar jüngerer (er war infolge seines Verhocktseins ja um ein Jahr älter als seine Klassengenossen) Kameraden um sich her und schwatzte ihnen mit lauter Stimme etwas vor. Zeichneten wir draußen nach der Natur, so drückte er sich zu den Gruppen, wo nicht gerade der Lehrer stand, kritisierte mit schallender Stimme, lieh dies und das und schimpfte wie ein Rohrspatz über die Geizkragen, die sich nicht von ihren Farbstiften und Gummis trennen wollten. Ganz besonders zeigte sich bei ihm das Mißverhältnis zwischen Reden und Vollbringen in den Spielstunden.
Wir machten häufig Korbballspiel. Die zwei besten Spieler wurden von der Klasse bezeichnet. Diese verlosten dann die übrigen Schüler, indem sie sie ihrer Fähigkeit nach bald zu dieser, bald zur andern Partei beriefen. August wurde immer als einer der allerletzten „gewählt”. Dann schimpfte