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Wenn wir uns mit den Fragen beschäftigen wollen, die sich um den Begriff der Selbstbefriedigung gruppieren lassen, so werden wir gut daran tun, uns zunächst die Ausdrücke anzusehen, welche dafür in der Literatur geläufig sind. Am häufigsten wohl wird das Wort Onanie benützt, d. h. Tat des Onan. Wie wir uns 1. Mose, 38 überzeugen können, handelt es sich jedoch bei Onan um einen vorzeitig abgebrochenen Geschlechtsverkehr, etwas, was wir Coitus interruptus zu bezeichnen gewohnt sind und was man auch unter Überdehnung des Begriffes Onanie = Selbstbefriedigung mit Onanie conjugalis (eheliche Onanie) benannt hat. Der Ausdruck Onanie beruht also auf einer Begriffsentstellung.
Weiter ist sehr gebräuchlich das Wort Masturbation. Dieses Kunstwort ist zusammengezogen aus manu stupratio, gleich Schändung mittels der Hand. Bei dieser Wortbildung ist nicht nur „nu” vor „s” ausgefallen, sondern auch „pr” in „rb” verwandelt. Nun haben sich allerdings im Lateinischen im Laufe jahrhundertelangen Sprachgebrauches vor einem