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Aus verschiedenen Gründen habe ich der folgenden Abhandlung diesen Titel gegeben. In erster Linie, weil eine Generation von Eltern nach der andern fortfährt, ihre traditionelle Haltung von Mißbilligung und Entsetzen gegenüber den onanistischen Betätigungen der kommenden Generation aufrechtzuerhalten, indem sie so entweder stillschweigend oder mit Worten verleugnet, ihnen selbst jemals gefrönt zu haben. Sie ermahnt das Kind oder den Jugendlichen unter Androhung von Strafe und schrecklichen Folgen, davon abzulassen, obgleich sie keinen wirklichen Beweis für die Wahrheit ihrer Behauptungen hat, und verlangt gleichzeitig vom Kind, auf ein offensichtliches Vergnügen zu verzichten, ohne ihm dafür eine hinreichende Entschädigung zu bieten, außer der Vermeidung von Schuldgefühl, böser Folgen oder Bestrafung. Dieses elterliche Verbot, das vom Kinde auf die autoerotische Befriedigung wie auch auf den späteren Geschlechtsverkehr ausgedehnt wird, wird nach Ansicht der Psychoanalyse zu einer wichtigen Ursache von Schuldgefühlen, die die spätere Libidoentwicklung belasten.
Eltern und andere für Kinder verantwortliche Personen treiben gelegentlich die Unehrlichkeit noch weiter und leugnen, daß ihre Kinder, die offenbar unter zu strengen Maßnahmen, die jene Gewohnheit unterdrücken sollten, leiden, jemals bestraft oder auch nur in der Ausübung gehemmt worden seien, während man späterhin die volle Überzeugung gewinnt, daß sie tatsächlich zuweilen die energischesten Schritte unternommen haben, um Rückfälle zu verhindern, und andererseits vernimmt man von ihnen die Klage, daß ihr Kind dieser Gewohnheit verfallen ist, ohne daß sie imstande sind, eine Auskunft über die Gründe zu geben, welche sie zu dieser Schlußfolgerung geführt haben.
Diese allgemeine Verschwörung zur Verleugnung ist ebenso weit verbreitet, als sie vollständig ist bei denen, die sich ihrer bedienen. Eltern, Lehrer und sogar Ärzte (mit sehr wenigen Ausnahmen) halten an den Trugschlüssen über die schrecklichen Folgen der M