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Als ein Hauptargument dafür, daß die Onanie außerordentlich schädlich sei und zu Krankheit, namentlich Geisteskrankheit, führe, hat man die Tatsache gewertet, daß Geisteskranke, namentlich Traurig-Verstimmte, immer wieder sich selbst anklagen, sie hätten ihr Leid selber verschuldet, weil sie sich selbst befleckt hätten. Merkwürdigerweise wird dies auch von den Menschen angeführt, welche immer wieder betonen, es handle sich um Irre, die nicht wüßten, was sie täten, die nicht klar im Kopf seien. In diesem Punkte schenken sie ihnen auf einmal Glauben. Ebenso unlogisch will es zunächst erscheinen, daß Psychoanalytiker sich hier auf einmal verdächtig machen, diese Aussage des Kranken zur Seite schieben zu wollen, obwohl sie doch zur Aufdeckung der innerseelischen Vorgänge fast ausschließlich auf die Aussagen des Betreffenden angewiesen sind. Dies ist aber gar nicht der Fall: Wir wollen sogar recht aufmerksam hinhorchen.
Einmal sagt der Kranke, er leide, sei gequält von Selbstvorwürfen, dann wieder klagt er sich an, er selbst. Also: Ein Teil der Persönlichkeit des Kranken leidet. Man möchte annehmen, das sei der bemitleidenswerte, der, welchem wir helfen müssen. Ein Teil des Kranken quält mit Beschuldigungen. Man sollte glauben, das sei „der böse Geist”, der krank