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Anna X., deren Erinnerungen über Onanie hier folgen, ist 50 Jahre alt, körperlich und geistig sehr gesund, kräftig. Als Schulkind war sie oft krank, seitdem aber — außer einer normal verlaufenden Grippe vor zehn Jahren — nicht mehr. Sie leistet eine körperlich wie geistig anstrengende Arbeit, die viel seelische Fähigkeiten und Überwindung verlangt.
An den Beginn der Onanie erinnert sie sich nicht, da sie, wie Anna sagt, immer da war. Sie kennt auch kein Erwachen der Erotik, da ihre Liebesgefühle für das andere Geschlecht in die frühe Kindheit zurückgehen und sie darin eine große Treue bewiesen hat.
Erste Erinnerung: Mit etwa ein bis anderthalb Jahren hatte sie eine Gebärmutterentzündung. Sie saß bei der Untersuchung auf den Knien des Vaters und wurde vom Arzte „dort” untersucht,
Zweite Erinnerung: Sie ist noch ganz klein und sitzt am Mittagstische. Plötzlich gibt sie trotz inneren Widerstrebens dem Drange nach und onaniert. Der Vater sagt: „Jetzt fängt sie das auch noch bei Tische an.”
Spätere Erinnerungen: Sie schläft bei den Geschwistern und verspricht ihnen Süßigkeiten, wenn sie sofort schlafen. Sie wartet ungeduldig auf die regelmäßigen Atemzüge der Schlafenden, um sich dann zu befriedigen.
Später schläft sie bei der Großmutter. Hier wartet sie den Moment ab, wo die Großmutter allabendlich in der Bibel liest und halblaut vor sich hin spricht.
Obschon Anna sehr religiös ist, konnte sie bis heute noch nie in der Bibel lesen, und obschon sie seit Jahren eine für sich kaufen wollte, kam sie nie dazu. Sie errötet heute noch, wenn von der Bibel die Rede ist, so, als würde sie bei etwas Unerlaubtem ertappt. Trotzdem weiß sie viele Bibelstellen auswendig. Woher sie sie kennt, weiß sie nicht, da zu Hause von den Eltern und Geschwistern nie in der Bibel gelesen wurde und nie religiöse Gespräche geführt wurden.
Hatte die Großmutter fertig gelesen, dann aß sie regelmäßig einen Apfel. Da sie ein Gebiß hatte, schmatzte sie, und das war der günstige Moment, wo Anna den Höhepunkt des