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In den Analysen der Erwachsenen stoßen wir oft auf infantile Geburtstheorien. In dem folgenden Krankheitsbericht soll eine „Kotgeburt” kurz geschildert werden, die ich bei einer 14¾ Jahre alten Patientin beobachten konnte. Die Patientin stammte aus einem sehr schlechten Milieu, hatte trotzdem nicht die mindesten bewußten Kenntnisse über den normalen Ablauf der Geburts- und Zeugungsvorgänge. Sie hatte, im Beginne der Pubertät stehend, frühere Erlebnisse in einer schweren abnormen Reaktion verarbeitet, die zunächst den Eindruck einer Psychose machte. Dieser Verdacht konnte sehr bald aufgegeben werden, zumal durch eine einfache Aufklärung eine so rasche Beruhigung eintrat, daß sie nach 17 Tagen entlassen werden konnte. Sie hat sich bis jetzt — Nachuntersuchung erfolgte nach zwei Jahren — gut entwickelt. Eine eingehende analytische Durchforschung war leider aus äußeren Gründen nicht möglich, so daß der Bericht in vielen Punkten nicht befriedigen kann.
Lina W. (bei der Krankenhausaufnahme 14¾ Jahre alt) befand sich seit zwei Jahren in einem Kinderheim, da die verwitwete Mutter der Gewerbsunzucht nachgeht und das Mädchen dem Geschlechtsverkehr der Mutter mehrfach hat zusehen können. Nach Angabe der Heimleiterin veränderte sich das Mädchen in der letzten Zeit. Bisher ruhig, fein empfindend, unauffällig und anstellig, wurde sie nervös, bekam einen Weinkrampf, gab auf Fragen an, sie sei mißbraucht worden, erzählte, daß sie sich mit Jungens abgegeben hätte. Über viele geschlechtliche Dinge habe sie ein erstaunliches Unwissen. Sie habe sich jetzt eingebildet, sie müsse gebären. Sie stand nicht mehr auf. In der Volksschule habe sie ausreichend gelernt, sei aber auf einer höheren Schule nicht mitgekommen.
Bei der Krankenhausaufnahme (November 1925) zeigte sich Lina W. sehr schüchtern, antwortete nicht, um erst nach langem Drängen zu versichern, daß sie nicht gehen könne. Auf der Station fiel sie durch ihre Unzufriedenheit mit dem Essen und durch Gereiztheit auf.
In der Nacht wurde