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Nachdem ich in einem von mir geleiteten Kindergarten mehrfach Gelegenheit hatte, sehr intensive, z. T. deutlich erotisch gefärbte Freundschaften unter den drei- bis sechsjährigen Kindern zu beobachten, wandte sich meine Aufmerksamkeit diesem Phänomen zu. Mein Interesse für den Gegenstand wurde durch Gespräche mit Frau Melanie Klein verstärkt, die mir verschiedentliche Mitteilungen über sexuelle Beziehungen unter Kindern machte, wie sie sich ihr in Kinderanalysen offenbarten. Auch meine Beobachtungen ließen mich annehmen, daß es sich hier nicht um Einzelfälle handeln könne, sondern um Vorgänge allgemeinerer Natur. Es ergaben sich mir Fragen, die sowohl in pädagogischer als auch in psychologischer Hinsicht von Bedeutung sein können.
Ich versuchte nun nachzuforschen, ob an anderen Stellen ähnliche Beobachtungen gemacht worden sind und wie man sie bewertete. Mündliche