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(Fortsetzung aus dem vorigen Heft)
Ich hatte einer Klasse einen Nachmittagsspaziergang versprochen, welcher bei günstigen Verhältnissen in Bezug auf verarbeiteten Stoff zur Ausführung gelangen sollte. Bei meinem Eintritt ins Klassenzimmer werde ich nun eines Tages an mein Versprechen erinnert und bin auch bereit, es sofort einzulösen. Wir bummeln gemeinsam durch den nahen Wald, wobei sich die Schülerinnen in dicht gedrängter Schar um mich versammeln. Bei einer glatten, völlig aufgeweichten Wegstelle bittet mich eine Schülerin, mir den Arm geben zu dürfen, um sich zu stützen, was ich ihr auch erlaube. Sofort greift nun aber auch auf der linken Seite ein Mädchen nach meinem Arm. Was dem einen erlaubt wird, darf dem andern nicht abgeschlagen werden. Im nächsten Augenblick aber löst sich der ganze dichte Knäuel von Schülerinnen auf und zerstreut sich in kleineren Gruppen nach vor- und rückwärts; Nur noch die beiden an meiner Seite bleiben bei mir. Es wird merkwürdig still in der Schar, und meine Frage, warum nun plötzlich die einen so weit vorn, die andern hinten marschieren, wird zuerst mit einem unwilligen Achselzucken quittiert, um dann der Antwort gewürdigt zu werden: „Wir sind beleidigt!”
„Soso, ihr seid beleidigt!” wiederhole ich, „und darf man vielleicht auch wissen, warum ihr beleidigt seid?” Wieder ein unwilliges Zucken der Schultern, worauf ich nicht weiter auf die Angelegenheit eintrete. Ich vermute, daß meine Erlaubnis an die beiden Mädchen, mir den Arm geben zu dürfen, der Grund zur Mißstimmung geworden ist. Die Schülerinnen blicken ab und zu forschend nach mir hin, als ob sie von meiner Seite irgend etwas erwarteten. Möchten sie etwa nochmals nach dem Grund ihrer sogenannten „Beleidigung” gefragt werden? Damit würde ich ihnen aber einen großen Gefallen tun, wodurch sie sich unendlich wichtig vorkämen. Offenbar möchten sie nun dafür entschädigt sein, daß sie scheinbar ihren beiden Kameradinnen gegenüber ins Hintertreffen geraten sind. Ind