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Es ist nötig, darauf hinzuweisen, daß es eine bedeutende Zahl von Schülern gibt, die das Lehrziel nicht erreichen und denen gegenüber sich die Schule machtlos fühlt. Das sind Leute, die sich ganz offenbar in die Reihe der Schwachsinnigen nicht einfügen lassen, weil sie viel zu intelligent sind. Jedermann, meist auch sie selbst, hat den Eindruck, daß sie es eigentlich schaffen müßten, wenn nur … Aber auf dieses „Wenn nur” weiß man keine genaue Antwort. Meist heißt es: „Wenn der Junge seine dummen Streiche lassen und sich endlich auf die Hosen setzen wollte, um zu arbeiten” oder „Wenn er es fertigbrächte, sich zu konzentrieren” oder ähnlich.
Der Wiederholung einer Schulklasse stimmen die Eltern nur widerwillig zu, aus der richtigen Erkenntnis heraus, daß auch dies ein Notbehelf, aber kein für diesen Fall wirksames Mittel sei. Man tröstet sich dann etwa damit, daß „bis übers Jahr die Sache sich vielleicht von selbst geben werde”.
Wer die Mittel hat, versucht es dann wohl mit einem Nachhilfelehrer. Jedoch bedarf auch dieses Mittel dringend einer Nachprüfung seiner Zweckmäßigkeit. Seine Anhänger — und dazu gehören heute fast sämtliche Eltern und Lehrer, wenn auch seltener die Schüler — gehen offenbar davon aus, daß der Schüler deswegen zurückbleibt, weil es ihm an Kenntnissen fehlt. Nun ist das bisweilen tatsächlich der Fall, und es wird daher gut sein, zunächst festzustellen, wo der Nachhilfeunterricht zweckdienlich und erfolgreich ist. Dies trifft immer dann zu, wenn durch vorübergehendes Aussetzen eine Bildungslücke entstanden ist; besonders nach einer Krankheit wird der versäumte Stoff am besten durch derartigen Sonderunterricht nachgeholt werden können.
Aber das sind erfahrungsgemäß seltene Fälle. Bei der überwiegenden Anzahl derer, die sich durch Nachhilfeunterricht über Wasser zu halten hoffen, zeigt sich sehr bald, daß das Übel tiefer sitzt, nämlich in der Unfähigkeit, sich die von der Schule vermittelten Kenntnisse anzueignen. Wenn hier der Hauslehrer alten Stils ü