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Die Früherinnerung wird hier zum erstenmal auf selbstbiographische Zeugnisse gegründet. Der Verfasser stützt sich dabei darauf, daß die verschiedenen Verfasser persönlicher Bekenntnisse, wie er sie auswählt, — er hat mehr als 2000 Selbstbiographien durchgearbeitet, — objektiv zuverlässig sind. Auf dieser Grundlage ist ihm eine außerordentlich reichhaltige Auslese wichtigster Belege gelungen, die für die Gefühls- und Sinneserlebnisse des Kindes, für die Ereignisse der Umwelt und für die erzieherischen Folgerungen von großer Bedeutung sind. Das Buch füllt in seiner Gründlichkeit und Disziplin eine Lücke in unserer psychologischen Forschung aus und hat als Quellenwerk für diesen überaus wichtigen Bezirk früher Lebenseindrücke hervorragenden wissenschaftlichen Wert, ganz besonders auch darum, weil es sich hier nicht, wie sonst, um Beobachtungen Erwachsener am Kinde handelt, sondern um die Aufspürung, Gruppierung und Ausdeutung des reichen Materials, das sich aus den frühesten Beobachtungen und Erinnerungen geistiger Menschen an sich selbst gewinnen läßt. Auch psychoanalytische Feststellungen sind verwertet. Das Buch ist allgemeinverständlich geschrieben und gut ausgestattet.
Heinrich Meng