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Das Werk Kurt Schneiders (und Luise von der Heydens) bringt in der Hauptsache die Darstellung von Lebensläufen mit nachträglichen Feststellungen über das Ergehen zahlreicher Prostituierter während der letzten elf Jahre, die zwischen dem Erscheinen der ersten und zweiten Auflage des Buches verflossen sind. In einer Zusammenfassung der Ergebnisse über Persönlichkeit und Schicksal heißt es u. a.: „Die günstigsten Schicksale haben die Mädchen, die weder durch Intelligenzdefekte noch durch abnorme Charakterzüge auffallen, und die leicht beschränkten, bei denen der Schwachsinn nicht erheblich und nicht durch schwierige Charakterveranlagung kompliziert ist. In diesen Fällen liegt die Gefahr des Herunterkommens mehr in gewissen äußeren Momenten, in wirtschaftlicher Not, im Alkoholismus, in perverser Triebrichtung. Stärkere Triebdefekte beeinflussen die Lebensgestaltung naturgemäß ziemlich ungünstig, sind aber vom sozialen Standpunkt aus anscheinend nicht so pessimistisch zu beurteilen, wie wenn sie mit Charakteranomalien zusammen