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Ferienkurse Jena, 1. bis 15. August 1928. Das Programm dieser weitbekannten und immer stark besuchten Kurse ist für 1928 erschienen und kann durch das Sekretariat, Fräulein Klara Blomeyer, Jena, Carl-Zeiß-Platz 3, bezogen werden. Es orientiert über die Kurse in Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Naturwissenschaften, Hauswirtschaft, Sprache und Sprachstörungen, Literatur, Kunst und Körperkultur, Musik, fremde Sprachen und Deutsch für Ausländer. Die Psychoanalyse ist vertreten durch zwei Kurse von Prof. Dr. Ernst Schneider, Riga. — Psychoanalyse und Psychologie (6 Stunden vom 1. bis 7. August): Zur Geschichte der Psychoanalyse. Psychoanalyse als psychologische Forschungsmethode. Die Seele als Organismus und als Richtungsfaktor. Die Verdrängung und das Unbewußte. Der Wirkungsbereich des Bewußtseins und des Unbewußten. Fehlleistung, Traum, Symptom. — Psychoanalyse und Pädagogik (6 Stunden vom 8. bis 15. August): Geltungsbereich der Psychoanalyse für die Pädagogik. Psychoanalyse als Heil- und Erziehungsmethode. Entwicklung und Erziehung. Fehlerhaftigkeit und Schwererziehbarkeit. Liebe und Arbeit. Angst, Schuld, Strafe. Der Lehrer und die Klasse. Psychologie und Pädagogik einiger Kinderfehler, wie Lügenhaftigkeit, Trotz, Stottern, Onanie, der Schmutzfink, der Pechvogel, der Rädelsführer, der Träumer, der Streithahn u. a.
Innerhalb des Kursus „Jugend und Recht” in Saarbrücken, veranstaltet von der Saarregierung durch das Pädagogische Institut der Technischen Hochschule Darmstadt-Mainz, fand auch ein Vortrag über Psychoanalyse und Heilpädagogik statt. Vortragender war Dr. Heinrich Meng, Stuttgart, Die 600 Besucher, Jugendgerichts-, Wohlfahrts-, Strafanstaltsbeamte, Fürsorger und Fürsorgerinnen, Lehrer, Lehrerinnen, Schwestern und Geistliche, zeigten ein starkes Interesse für die psychoanalytische Jugendforschung.
Am Donnerstag, den 15. März, sprach auf eine Einladung in einer Veranstaltung der Ortsgruppe Stuttgart des Deutschen Monistenbundes Dr. Heinrich Meng über Psychoan