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„Bitte, der B. blutet wieder,” meldete mir ein Bürschchen der ersten Bürgerschulklasse, und alle Augen wandten sich dem „Angezeigten” zu. Georg B., 11 Jahre alt, hatte die Gewohnheit, den angebissenen Bleistift stoßweise zwischen den Lippen zu bewegen, und mußte sich diesmal irgendwie verletzt haben. Er brüstete sich noch mit dem Erfolge seines Tuns, und so kamen wir auf das Benagen und Zerbeißen der Bleistifte und Federstiele zu sprechen. 95 Prozent der Schüler hatten zerbissene Schreibwerkzeuge und die restlichen 5 Prozent gestanden, auch öfter den Bleistift „anzufeuchten”. Während ein Teil behauptete, man habe dabei gar keine Gefühle, könne höchstens einen verdorbenen Magen davon bekommen, gab es viele, die vom Gegenteil überzeugt waren. Ich enthielt mich jeder Äußerung, ließ nur die Gedanken zu Papier bringen, und gebe nun hier eine Auswahl aus den abgegebenen Mitteilungen:
Leopold B., 15 Jahre alt: Einmal sah ich, daß mein Freund an dem Federstiel kaute. Ich habe es gleich nachgemacht und es gefiel mir sehr gut. Ja, man hat einen guten Geschmack dabei.
Georg Z. (12 J.): Wenn ich über etwas nachdenke, habe ich den Mund offen und dann übt der Mund so eine Anziehungskraft aus, daß ich den Federstiel oder den Bleistift hineinstecken muß. Ich fühle dann immer, wie er sich von selbst schließt, die Zähne in das Holz dringen, und das ist recht gut. Wenn mir beim Aufsatzschreiben nichts einfallen will, so stecke ich meinen Federstiel in den Mund, dann fällt mir gleich etwas ein und ich könnte drei Seiten schreiben.
Alfred K. (15 J.): Ich bin gewohnt, den Federstiel beim Nachdenken in den Mund zu nehmen oder die Fingernägel zu beißen. Wenn ich lache, muß ich mich immer in den Finger beißen und es tut gar nicht weh. Ich reiße mir öfter ein Augenhaar aus, und als ich noch kleiner war, hatte ich die Gewohnheit, die Finger in die Nase zu stecken.
Peter R. (15 J.): Meine Bleistifte sehen aus, wie wenn Mäuse daran gewesen wären. Es ist mit dieser Gewohnheit geradeso wie mit unsere