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Das kurze, aber außerordentlich inhaltsreiche Buch gibt eine Zusammenstellung und zum Teil erweiterte Ausführung von psychoanalytischen Beiträgen über Stottern, die der Verfasser in den letzten zehn Jahren veröffentlicht hatte. Von Anfang an zeigte es sich in den Analysen von Stotterern, daß die Orallibido bei ihnen eine überaus wichtige Rolle spielt. Auf dieser Beobachtung aufbauend, hat Coriat dann praktisch und theoretisch weitergearbeitet, bis er in den vorliegenden Aufsätzen Ergebnisse veröffentlichen konnte, die sowohl theoretisch als therapeutisch und vor allem auch pädagogisch von großer Bedeutung sind. Coriat setzt bei dem Leser die Kenntnis der psychoanalytischen Grundlehren voraus. Was er an neueren Theorien bringt, ist außerordentlich klar und lebendig dargestellt und auch für den medizinischen Laien durchaus verständlich.
Einleitend gibt Coriat eine Übersicht über die bisherigen Theorien des Stotterns, die alle bis auf eine rein physiologische sind. Die einzige psychische Erklärung war bisher die, daß der Kranke „aus Furcht” stottert. Coriat weist eindeutig nach, daß diese Furcht nur ein Schutzmechanismus gegen die überstarke Orallibido ist, und