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Die folgenden Aufzeichnungen waren für ein von mehreren psychoanalytischen Autoren geplantes Sammelwerk bestimmt, dessen Herausgabe dann unterblieben ist. Die Schriftleitung der geplanten Materialsammlung unterbreitet hier die seinerzeit bei ihr eingegangenen kinderpsychologischen Notizen des seither verstorbenen vortrefflichen Berliner Psychoanalytikers den Lesern der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik”.
Die folgenden drei Fälle von Beobachtung des elterlichen Verkehrs durch Kinder in den ersten zwei Lebensjahren erscheinen mir von erheblichem Interesse, weil sie die Reaktion der Kinder im Augenblick des Erlebnisses deutlich vor Augen führen. Einer der drei Fälle liegt bereits längere Zeit zurück, so daß hier auch die Nachwirkung des Erlebten zu erkennen ist.
Fall 1) Der einjährige Knabe, um den es sich handelt, kann noch nicht sprechen. Die Eltern werden nach Beendigung des Geschlechtsakts darauf aufmerksam, daß der Kleine aufrecht im Bett steht und mit großen, erschreckt blickenden Augen zu ihnen herübersieht. Es ist das erste Mal, daß das Kind sich selbsttätig im Bett aufgerichtet hat!
Fall 2) Der zweijährige Fritz wird am Morgen, während die Eltern ihn noch für schlafend halten, zum Zeugen ihres Verkehrs. Die Eltern vernehmen plötzlich ein lautes Lachen. Als sie sich dem Knaben zuwenden, sagt dieser: „Fritzchen auch auf Mama hoppa-hoppa machen!” Die Mutter hebt hervor, daß das Lachen des Kleinen anders klang wie sonst. Sie meinte, darin ein Gemisch von Belustigung und Wut wahrzunehmen.
Fall 3) Ein ebenfalls zweijähriger Knabe wird — vermutlich nicht zum ersten Male — auf den Verkehr der Eltern aufmerksam. Da er zur betreffenden Tageszeit selbst nicht im Bett liegt, so eilt er hinzu, schlägt auf den Vater ein und sprudelt die erregten Worte hervor: „Das ist meine Mutti, du sollst das nicht!” —
Wie die Mutter berichtet, überwand der Knabe den Affekt, welcher sich an dieses Erlebnis knüpfte, erst nach mehr als zw