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Dieses eigenartige und packende Buch ist als Band 4 der „Bücher des Werdenden” erschienen, die Dr. Paul Federn, Wien, und Dr. Heinrich Meng, Stuttgart herausgeben. Es ist „Der Schulpsychiatrie in ehrlicher Gegnerschaft” gewidmet. Hollós will die Einstellung der Gesunden zum Irren und damit die Behandlung und Verwahrung derselben von Grund auf verändern durch die Erkenntnis, daß der Irre nicht anders geartet ist als die gesunden Menschen, sondern er ist nur zurückgesunken in das Kindheitsstadium der „wunderbaren Allmächtigkeiten” und der „halluzinatorischen Wunscherfüllungen”, nach dem alle sich bewußt oder unbewußt sehnen. Hollós will die Irren befreien aus den Mauern der Anstalten und sie in Familienpflege geben, damit sie den unerledigten Kindheitskonflikt in anderem verständnisvollem Milieu neu erleben und erledigen können.
Äußerlich betrachtet, ist diese veränderte Therapie der neue Weg, den Hollós weist. Aber nicht um dieses Weges willen sei das Buch an dieser Stelle empfohlen. Auch nicht um des Glaubens willen, den der Autor mit leidenschaftlicher Wärme vertritt: daß durch die Kenntnis von der Macht der unbewußten Triebe „die Konflikte der Menschen mit der Kultur, die bisher den Einzelnen mit Geisteskrankheit, bei der Masse mit Krieg und Revolution endeten, in ihrem Wesen verstanden,