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Mein Sohn Klaus machte diesen Sommer im Alter von zwei Jahren die nähere Bekanntschaft eines kleinen Mädchens. Als ich ihm im Garten sein Spielhöschen umzog, und er einen Augenblick nackt war, lief die dreijährige Lotte herzu, schlug vor Aufregung beide Händchen über dem Kopf zusammen und rief: „Ja, was hat er denn da für ein Schwanzerl? Ja, was ist denn das für ein Schwanzerl?” Sie kam ganz nahe heran, um es besser betrachten zu können, und war sichtlich aufgeregt und etwas ratlos. — Ich erklärte ihr nur kurz, daß Klaus ein Bub sei und Buben eben so ein kleines Schwanzerl hätten, Mädchen aber nicht.
Klaus hatte inzwischen sein Spielhöschen wieder an, und das Thema schien völlig vergessen.
Einige Tage später ging ich mit den Kindern baden. Klaus saß nackt auf der Erde und spielte im Sand; Lotte sah ihm erst zu, dann sagte sie zu mir in fragendem und zugleich in etwas gereiztem Ton: „Aber, Tante Anny, ich hab' kein Schwanzerl.” Und nochmals: „Ich hab' kein's.”
Ich sah, daß das Kind sich benachteiligt fühlte, den Knaben um sein Glied beneidete, und wollte es natürlich in dieser Stimmung nicht lassen, sondern gab diesmal eine etwas genauere Erklärung: „Die Buben haben so ein kleines Schwanzerl, die Mädchen nicht, aber die haben dafür ein schönes kleines Locherl, das haben die Buben nicht.” Die Kleine antwortete nichts; sie machte einen nachdenklichen, aber keineswegs getrösteten Eindruck. Dann wandte sie sich Klaus zu und sagte etwas gehässig und spitz: „Ja, setz' dich nur auf deinen Potschi, den stinkerten.”
Auf meinen Einwand, daß er doch gerade aus dem Bad komme und unmöglich stinken könne, sagte sie noch spitzer: „No, manchmal wird er schon auch stinken.”
Das mußte ich natürlich zugeben, und es war mir klar, daß Lotte meine Erklärung mißverstanden haben mußte. Das kleine Loch konnte sie nur anal aufgefaßt haben, als hätte ich zum Trost für den Penismangel auf die Analöffnung hingewiesen, und mit Recht machte sie mich nun aufmerksam, daß er auch ein „Potschi” besitze mit