You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Pfister geht aus von der immer noch vielfach übersehenen Pflicht eines jeden Erziehers, sich erst einmal überhaupt mit den Grundtatsachen der Psychoanalyse zu beschäftigen, soweit diese mit der Pädagogik unmittelbaren Zusammenhang haben. So kommt er zum Begriffe einer psychoanalytischen Pädagogik, deren Wesen und Aufgabe er in der vorliegenden Schrift zu erläutern versucht. Es sind Vorträge, die Pfister 1917 einem Kreise von Lehrern und Lehrerinnen hielt. Die vorliegende Ausgabe ist 1923 überarbeitet worden. Nicht nur berufsmäßige Erzieher, sondern auch gerade Eltern sollten dieses Buch als erste Einführung in den Gedankenkreis einer psychoanalytisch orientierten Pädagogik lesen. Denn für die Eltern ist es wesentlich leichter as für den überlasteten Lehrer, auf die kleinen Angewohnheiten, Unarten, Tics der Kinder zu achten, wie Pfister es fordert. Und nach der Lektüre dieses Buches wird es ihnen dann auch klar sein, warum diese Kleinigkeiten wichtig sind und wie ihnen begegnet werden kann. Aber auch jedem anderen Nichtmediziner, der ohne spezielles pädagogisches Interesse eine leichtverständliche Einführung in die Psychoanalyse sucht, sei das Buch empfohlen. Die wichtigsten Grundbegriffe sind hier erläutert, und eine kleine Auswahl im Text angeführter Schriften gibt Richtlinien zum Weiterarbeiten.
Lizzi Bonwitt-Hepner